Wofür sind die diversen Identifikationsnummern?

Zusätzlich zu Ihrer Steuernummer, die vom veranlagenden Finanzamt vergeben wird, erhalten Sie die persönliche Steueridentifikationsnummer (IdNr). Diese 11-stellige Nummer wird zentral vom Bundeszentralamt für Steuern zugeteilt und bleibt ein Leben lang unabhängig von Änderungen wie ein Wohnortwechsel oder Heirat gültig.

Dagegen ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer eine eigenständige Nummer, die ein Unternehmer zusätzlich vom Bundeszentralamt für Steuern auf Antrag erteilt werden kann. Die USt-IdNr. wird vor allem für den unternehmerischen Waren- und Dienstleistungsaustausch innerhalb der EG benötigt.

Sind die Kosten des Steuerberaters absetzbar?

Bei der Beurteilung der Absetzbarkeit von Steuerberatungskosten ist die Ursache der Kosten von entscheidender Bedeutung. Soweit sie auf die Ermittlung von Einkünften entfallen, sind sie als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abzugsfähig. Ist jedoch keine Zuordnung zu einer Einkunftsart möglich – wie z.B. Kosten der Erstellung des Mantelbogens oder die Anlage der Vorsorgeaufwendungen der Einkommensteuererklärung – können diese nach aktueller Rechtslage nicht als Sonderausgaben geltend gemacht werden, da sie insoweit als privat veranlasst gelten.

Welche Abgabefristen sind für die Steuererklärungen bzw. den Lohnsteuerjahresausgleich zu beachten?

Grundsätzlich sind alle Steuerpflichtigen zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Diese ist/sind spätestens bis zum 31. Mai des Folgejahres beim zuständigen Finanzamt einzureichen.

Dabei ergibt sich für alle Steuerpflichtigen, die durch einen Steuerberater vertreten werden, eine automatische Fristverlängerung bis zum 31. Dezember des Folgejahres.

Jedoch kann das Finanzamt unter Berücksichtigung von internen Abläufen bzw. aufgrund auffälliger Entwicklung des Steuerpflichtigen oder auch nach Zufallsprinzip Steuererklärungen vorzeitig anfordern. Dies wird dem Steuerpflichtigen frühzeitig jeweils bekannt gemacht. Bei Vorliegen wichtiger Gründe kann in diesen Fällen ein Antrag auf Fristverlängerung gestellt werden.

Eine Ausnahme stellen die Steuerpflichtigen dar, welche mit Ausnahme der Einkünfte aus ihrem Angestelltenverhältnis (nicht selbständige Arbeit) keine weiteren Einkünfte erzielen. Diese haben 4 Jahre Zeit, ihren Lohnsteuerjahresausgleich zu beantragen, d.h. für 2015 läuft die Frist bis zum 31. Dezember 2019.

Wie kommt es zu Verspätungs- und Säumniszuschlägen?

Verspätungszuschläge werden vom Finanzamt festgesetzt, wenn die Steuererklärungen bzw. –anmeldungen nicht innerhalb der gesetzlichen bzw. vom Finanzamt gesetzten Fristen eingereicht werden. Die Einhaltung der Fristen hat der Steuerpflichtige zu verantworten, wir als Berater stehen Ihnen in dieser Sache gerne zur Seite, um die Fristen einzuhalten bzw. auch ggf. zu verlängern.

Zur Festsetzung von Säumniszuschlägen durch das Finanzamt kommt es aufgrund verspäteter Zahlung bzw. im Zusammenhang mit der Anmahnung von noch nicht gezahlten, aber festgesetzten Steuern. Hier ist es in erster Linie in der Verantwortung des Steuerpflichtigen für die rechtzeitige Zahlung zu sorgen, jedoch kann dieser Fall durch die Erteilung einer Einzugsermächtigung an das Finanzamt generell oder auch steuerartenspeziell vermieden werden. Formulare dafür können Sie entweder beim Finanzamt anfordern oder von der Formularstelle des Bundesfinanzministeriums (www.formulare-bfinv.de)downloaden.

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung.

Wie sieht ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch aus?

Diese Frage steht seit Einführung des digitalen Fahrtenbuches noch stärker im Fokus der Steuerpflichtigen und wird von der Finanzverwaltung sehr kritisch gesehen.

Um diese Frage zufriedenstellend zu beantworten, sollte die von Ihnen bevorzugte Methode(Papier oder Digital) und die ggf. eingesetzte Software im Einzelfall bei uns vorgestellt werden, damit eventuell bestehende Lücken oder Risiken im Detail besprochen werden können. Dies ist aufgrund der Vielzahl von angebotener Software unumgänglich, da es keine von Seiten der Finanzverwaltung zertifizierte/freigegebene Lösung gibt.

Wie lange sind Steuerunterlagen aufzubewahren?

Grundsätzlich sollten Sie Ihre Belege, Kassenbücher, Bankkontoauszüge  sowie Buchhaltungsunterlagen, Jahresabschlüsse, Steuererklärungen und –bescheide möglichst pro Jahrgang 10 Jahre lang aufbewahren.

Was ist im Bundesanzeiger zu veröffentlichen?

Auf der Homepage des Bundesanzeigers (www.bundesanzeiger.de) finden Sie zahlreiche Unternehmensinformationen von Kapital- und Personenhandelsgesellschaften.

Gerne übernehmen wir für Sie die Übertragung der Daten des Jahresabschlusses Ihrer Gesellschaft nach der Erstellung in unserem Hause, da die Offenlegung bzw. Hinterlegung innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag erfolgen muss. Andernfalls können Bußgelder von 2.500 € bis 25.000 € festgesetzt werden.

Was muss eine Rechnung enthalten, damit der Vorsteuerabzug gesichert ist?

Grundsätzlich müssen die Rechnungen nach § 14 Abs.4 i.V.m. § 14a Abs.5 UStG folgende Angaben enthalten:

  • Vollständiger Name und Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers
  • Steuernummer oder Umsatzsteueridentifikationsnummer des leistenden Unternehmers
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistung
  • Zeitpunkt der Lieferung bzw. Leistung
  • Nach Steuersätzen und –befreiungen aufgeschlüsseltes Entgelt
  • Im Voraus vereinbarte Minderungen des Entgelts (Skonto)
  • Entgelt und hierauf entfallender Steuerbetrag sowie Hinweis auf Steuerbefreiung
  • Ggf. Hinweis auf Steuerschuld des Leistungsempfängers
  • Ggf. Umsatzsteueridentifikationsnummer des Leistungsempfängers

Neben diesen Grundsätzen gibt es noch eine Reihe von Sonderfällen, welche zu zusätzlichen Angaben führen. Daneben gelten Vereinfachungen bei sog. Kleinbetragsrechnungen (unter 150 € brutto) wie auch für Kleinunternehmer. Sprechen Sie uns dazu bitte an, damit die Einzelfälle bei EU- bzw. Auslandssachverhalten wie auch Fahrzeuglieferungen, Reiseleistungen und Differenzbesteuerung korrekt abgewickelt werden können.

Welche Unterlagen benötigt der Berater für die Steuererklärung?

Für die Einkommensteuererklärung werden neben Personenangaben (Eheleute, Kinder) zunächst alle Belege und Nachweise benötigt, die zu Einnahmen beim Steuerpflichtigen geführt haben. Bei Angestellten und Beamten bzw. Pensionären ist die Jahreslohnsteuerbescheinigung, bei den Selbständigen die gestellten Rechnungen und Bankauszüge (Nachweis Einnahme), bei den Rentnern der Rentenbescheid sowie bei den Zinseinkünften die Steuerbescheinigungen der Banken und soweit gegeben die Bankauszüge bei Vermietungseinkünften oder sonstigen Einkünften. Darüber hinaus sind die mit diesen Einkünften in Zusammenhang stehenden Ausgaben über Rechnungen und Bankauszüge (Nachweis Ausgabe) nötig.

Daneben sind die Jahres-Bescheinigungen der Krankenkassen sowie die Abrechnungen von personenbezogenen Versicherungen (Unfall-, Leben-, Haftpflicht- sowie sonstige Zusatzversicherungen) für die Sonderausgaben wichtig. Soweit Spenden geleistet wurden oder Handwerker tätig geworden sind, werden hier die Bescheinigungen bzw. Rechnungen benötigt. Alles weitere ergibt sich dann aus dem persönlichen Gespräch mit uns, wo wir dann auch eine individuelle Checkliste für Sie erstellen, Auf deren Basis Sie uns die Unterlagen einreichen können.

Die betrieblichen Steuererklärungen werden in der Regel auf Basis des bereits erstellten Jahresabschlusses bzw. Einnahmen-Überschuss-Rechnung mit den dort vorgelegten Unterlagen fertig gestellt.

Was fällt unter Reisekosten und wie sind sie vom Arbeitgeber zu erstatten?

Hierunter fallen grundsätzlich die Fahrtkosten sowie die Übernachtungskosten, welche entweder pauschal oder auch nach Einzelnachweis abgerechnet werden.

Unter die Fahrtkosten fallen Fahrten, die durch die berufliche Auswärtstätigkeit veranlasst sind und die nicht zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte erfolgen. Die unter dieser Prämisse möglichen Fahrtkosten sind sehr vielfältig, so dass wir hierfür eine informative Broschüre vorrätig haben, die wir Ihnen gerne nach einem persönlichen Gespräch zur Verfügung stellen.

Gleiches gilt für die Übernachtungskosten, die ebenfalls in dieser Broschüre detailliert dargestellt sind.

Kreikenbohm & Partner
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